>Bergischer Geschichtsverein - Abteilung Velbert-Hardenberg e.V.

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Langenberg (bis 1975)


1115

Graf Adolf 11. von Berg ist im Besitz der Vogtei der Abtei Werden. Über diese Vogtei und die Vogtei über das Stift Kaiserswerth gelangt Berg im Gebiet südlich der Ruhr in den Besitz der Landesherrschaft.


Vor 1220

Ersterwähnung von Langenberg als Langenberge.


1265

Ersterwähnung der Langenberger Kirche.


1529

Übergang der Herrschaft Hardenberg an die mit den bisherigen Lehnsnehmern verwandte Familie von Bernsau


Nach 1570

Übergang der Bevölkerung Langenberg zum Protestantismus.


1602

Das Dorf zählt 90 Steuerzahler


1609

Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg und Johann Sigmund von Brandenburg treten gemeinsam das Erbe in den Vereinigten Herzogtümern an.


1614

Nach dem Xantener Vertrag erhalten Wolfgang Wilhelm Jülich und Berg und der Brandenburger Kleve, Mark und Ravensberg bis zur endgültigen Regelung (1666) zur vorläufigen Verwaltung.


1652

Verleihung des Privilegs für Leinentuchhändler


1711

Errichtung der reformierten Rektoratschule (Lateinschule)


1694

Drei jüdische Familien sind in der Herrschaft Hardenberg ansässig.


1715

Errichtung der lutherischen Gemeinde in Märkisch-Langenberg.


1715

Anstellung des ersten Rektors an der Langenberger Lateinschule.


1729

Fertigstellung der katholischen Kirche in Langenberg.


1798

Gründung der Vereinigten Gesellschaft


1802

Erste steinerne Synagoge im Bergischen Land (an der heutigen Kuhstraße)


1806

Der in München residierende bergische Landesherr Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken verzichtet auf seine Rechte in Berg und bekommt dafür das zuvor zu Preußen gehörende Ansbach und den Titel eines Königs von Bayern.


1815

Mit dem Wiener Kongress (1814/15) wird das ehemalige Großherzogtum Berg preußisch. Emil Krummacher wird Pfarrer der reformierten Gemeinde Langenbergs, Beginn der Erweckungsbewegung.


1827

Langenberg wird bei den rheinischen Provinzialständen zum Stand der Städte gezählt.


1828

Berufung des Theologen Ludwig Bender an die Rektoratsschule in Langenberg (bis 1873).


1830/31

Schmalspurbahn von Überruhr nach Nierenhof; 7,5 Kilometer lang, als Kohlenbahn von einer Aktiengesellschaft betrieben (Prinz-Wilhelm-Bahn, 1854 verstaatlicht).


1841

Villa »Neuborn« von Eduard Colsman in Langenberg, Vorbild für viele ähnliche Villen dort.


1854

Tumulte beim Weiterbau der Prinz-Wilhelm-Bahn.


1847

Eisenbahn über Nierenhof hinaus nach Langenberg, Neviges und Vohwinkel, dort Anschluss an die Bahn Düsseldorf-Elberfeld.


1848/49

Revolution in Deutschland -nicht in Hardenberg.


1849

Erste Zeitung im Landkreis: der »Zeitungs-Bote«. Gründung des Rheinischen Provinzial-Ausschusses der Inneren Mission, Sitz von 1851 bis 1962 in Langenberg.


1856

Verleihung der Rheinischen Städteordnung an die Stadt »Langenberg mit Hardenberg«.


1858

Trennung der Stadt Langenberg von der Landgemeinde Hardenberg.


1863

Erste Dampfmaschine in der Papierfabrik Laakmann in Langenberg.


1864

Armen-und Krankenhaus in Langenberg gestiftet.


1875

Aufhebung des Franziskanerklosters in Neviges im Zuge des Kulturkampfes (Wiedereröffnung 1886).


1876

Union der beiden protestantischen Gemeinden in Langenberg.


1881

Vereinigung von Bergisch-Langenberg mit Märkisch-Langenberg und Bonsfeld.


1891

Vergrößerung Langenbergs durch Teile von Nordrath, Wallmichrath, Vossnacken.


1896

Erste Anlage zur Erzeugung von elektrischem Strom in Langenberg in Betrieb genommen.


1901

Neues Krankenhaus in Langenberg.


1906

Volksküche in Langenberg.


1907

Anschluss von Langenberg an das Elberfelder Straßenbahnnetz.


1911

Erstes Abitur in Langenberg.


1913

Erster Spatenstich für das Bürgerhaus in Langenberg.


1914

Knapp 10.000 Einwohner


Juli/August 1914

Preissteigerungen, Panikkäufe von Lebensmitteln, Run auf Sperrkonten, Silber- und Goldmünzen.


29. August 1914

Siegesfeiern in Velbert mit Fahnen, nationalistischen Reden und Predigten.


12. September 1914

Die ersten deutschen verwundeten Soldaten treffen in Langenberger Lazaretten ein.


November 1914

Beginn des Stellungskrieges im Westen.


Ab 1915

Staatliche Lebensmittelrationierung, Schwarzmarkt


17. Februar 1915

Letzte Siegesfeier mit schulfrei im Gymnasium Velbert.


19. März 1915

Erste Fahrt des in Langenberg gebauten Lazarettzuges Y3.


1916/1917

Steckrübenwinter


1917

Einweihung des Bürgerhauses. Die Stadt Langenberg ernennt den Stifter, Kommerzienrat Adalbert Colsman, zum Ehrenbürger.


4. November 1918

Die »Langenberger Zeitung« fordert ihre Leser auf, Kriegsanleihen zu zeichnen.


11. November 1918

Arbeiter- und Soldatenrat, Novemberrevolution. Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages zu Compiègne.


10./11. November 1918

Revolution in Langenberg, Neviges und Velbert -Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten.


Januar – März 1919

Erstmals allgemeine, gleiche, unmittelbare und geheime Wahlen in den drei Städten.


Januar 1923 – Juli 1925

»Ruhrbesetzung« durch französische und belgische Streitkräfte: Langenberg, Neviges und Velbert gehören zum besetzten Gebiet.


1923

Hyperinflation -Not und Elend für zahlreiche Arbeitslose, gewalttätige Demonstrationen.


1924

Bei den Stadtverordnetenwahlen in Langenberg zieht für die verbotene NSDAP über die Wahlliste »Völkisch-Sozialer Block« der erste Nationalsozialist in den drei Städten in einen Stadtrat ein.


1927

Baubeginn der Kanalisation in Langenberg.


15. Januar 1927

Offizielle Inbetriebnahme des Senders Langenberg.


1927–1929

Kommunale Neugliederung im Regierungsbezirk Düsseldorf.


1928

Teile von Nordrath, Richrath, Vossnacken, Wallmichrath und Windrath werden von Hardenberg-Neviges nach Langenberg umgemeindet. Die Bauernschaft Rottberg, der Großteil von Richrath und ein Gebietsstreifen von Vossnacken gehen an Velbert.


1930–1932

Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise treffen die drei Städte mit aller Härte -Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Elend und Hunger; Anstieg der städtischen Wohlfahrtsausgaben, Einbruch des Steueraufkommens.


1930–1933

Politische Radikalisierung: Aufstieg der NSDAP zur Massenbewegung.


1932

Höhepunkt der Wirtschaftskrise in den drei Städten.


Januar 1933

In den drei Städten kommt es zu Schlägereien und Schießereien zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten.


31. Januar 1933

Machtübernahme der NSDAP: Kundgebung und Fackelzug in Langenberg, Straßenkämpfe in Velbert zwischen SA und Kommunisten.


28. Februar 1933

Nach dem Reichstagsbrand: Beginn einer Verhaftungswelle gegen etwa 65 Kommunisten in den drei Städten.


28. März – 7. April 1933

Konstituierung der Stadtverordnetenversammlungen, deren Zuständigkeiten an die Beschlussausschüsse übergingen.


April 1933 und März 1934

Aufbau kommunistischer Widerstandsorganisationen in den drei Städten.


23. Juli 1933

Evangelische Kirchenwahlen: Gründung der Ortsgruppe Velbert der Deutschen Christen. Die Ortsgruppe Langenberg war bereits am 2. Mai 1933 entstanden.


Juli – August 1933

Gründung der Ortsgruppen des Reichsluftschutzbundes in den drei Städten.


4. März 1934

Eingliederung der evangelischen Jugendvereine in die Hitlerjugend.


Mai 1935

Erstes Niederbergisches Musikfest in Langenberg.


28. Oktober – 5. November 1935

Einführung der Deutschen Gemeindeordnung: Aufhebung des Gemeindewahlrechts, Berufung der ehrenamtlichen Beigeordneten und »Ratsherren« durch den Beauftragten der NSDAP (Kreisleiter Dr. Berns).


12. Dezember 1935

Abschluss der Niederbergischen Hochverratsprozesse: Der Zweite Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm verurteilt 87 Kommunisten zu 160 Jahren Zuchthaus und 60 Jahren Gefängnis.


1936 – März 1939

Errichtung der Siedlung »Auf der Egge« in Langenberg mit 40 Siedlerstellen.


1. Februar 1938

Die Gestapo löst alle katholischen Jungmännervereine auf.


Dezember 1938

Die Siedlungen am Lohmühler Berg und am Gut »Im Holz« in Neviges mit zusammen 32 Siedlerstellen sind fertiggestellt. Der Baubeginn war noch in der Weimarer Zeit Ende August 1932 erfolgt.


Ostern 1939

Aufhebung der Konfessionsschulen in Langenberg mit 40 Siedlerstellen den drei Städten.


1. September 1939

Ausbruch des Zweiten Weltkrieges durch den deutschen Angriff auf Polen.


19. September 1939

Die Velberter Zeitung informiert darüber, dass von Juden der Judenstern getragen werden muss.


31. Januar 1943

Deutsche Niederlage in der Schlacht von Stalingrad.


6. Juni 1944

»D-Day«: Landung der Alliierten in der Normandie.


12. April 1945

Sprengung des Langenberger Senders.


15. April 1945

Die »Rheinische Landeszeitung«, das Parteiblatt der NSDAP, erscheint zum letzten Mal in Velbert.


15./16. April 1945

Schwere Angriffe der Alliierten auf Neviges: Durch Artilleriebeschuss werden 60 Einwohner getötet.


16. April 1945

Langenberg und Neviges werden von amerikanischen Truppen besetzt.


1945

1. Mai: Unter Aufsicht der amerikanischen Besatzung erscheint das »Amtliche Mitteilungsblatt für Velbert«. 13. Juni: In Neviges werden die amerikanischen Besatzungstruppen durch britische ersetzt. -17. September: Gründung der CDU Neviges unter dem Namen Christlich-Demokratische Partei (CDP). -6. Oktober: Gründung der SPD Langenberg. -7. Oktober: Am Gymnasium in Velbert beginnt der Unterricht wieder.


1946

4. Februar: Gründung des Arbeitgeberverbandes in Velbert. -18. August: Gründung der Gewerkschaft in Velbert. Erster Vorsitzender wird Hugo Ortmann. 15. September: Erste Kommunalwahlen nach dem Krieg in Langenberg, Neviges und Velbert. -16. September: Tagungsbeginn der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in Velbert.


1949

14. August: Der erste Bundestagsabgeordnete der drei Städte heißt Gerhard Schröder (CDU). -15. Oktober: »Velberter Zeitung« und »Langenberger Zeitung« erscheinen wieder.


1970

1. Januar: Nierenhof und Teile der Gemeinde Niederelfringhausen werden nach Langenberg eingemeindet.-17. Januar: Der Rat der Stadt Langenberg beschließt eine Satzung über die besondere bauliche Eigenart des bedeutsamen Stadtkernbildes von Langenberg.


1974

9. März: Der Stadtrat in Neviges entscheidet sich für einen Zusammenschluss mit Langenberg und Velbert und gegen eine Eingemeindung nach Wuppertal.