>Bergischer Geschichtsverein - Abteilung Velbert-Hardenberg e.V.

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BĂĽrgerhaus Langenberg

Der Seidenfabrikant Adalbert Colsman (1839 - 1917) und seine Frau Sophie, geb. Feldhoff, stifteten dieses Haus der Stadt Langenberg und ihren Bürgern zur Pflege der Kultur und Geselligkeit. Bei der Errichtung des Gebäudes (1913 - 1916) nach den Plänen des Elberfelder Architekten Arno Fritsche war ein Höhenunterschied von zwölf Metern zwischen der Hauptstraße und dem Ufergelände des Mühlenbaches zu überwinden. Das Äußere des monumentalen Bruchsteinbaus zeigt Elemente des bergischen Heimatstils, während das Innere im späten Jugendstil gestaltet

ist.

 

In dem funktionalen Mehrzweckbau befinden sich ein großer Konzertsaal, ein kleiner Saal, ein „Bergisches Zimmer“ und auch eine Turnhalle. Die Konzertorgel mit einem kunstvoll gearbeiteten Jugendstilprospekt baute die Firma Paul Faust (Schwelm) mit 3600 Pfeifen, 3 Manualen und 50 Registern.

 

Seit 1918 hängen in den Räumen des Bürgerhauses Gemälde der Düsseldorfer und Münchener Malerschule (18./19. Jh.); sie gehören zu der Sammlung, die der Langenberger Fabrikant Walter Stein der Stadt als Stiftung übereignete. 2016 wurde in den rückseitigen Arkaden eine Ausstellung moderner Kunst eingerichtet.

 

Die umfassende Restaurierung des ganzen Hauses von 2006 bis 2016 stellte den ursprünglichen Entwurf des Architekten wieder her. Die Renovierung umfasste sowohl die Decken- und Wandausmalung des Konzertsaales wie auch konstruktive Teile des Daches. Ebenso wurde die Orgel grundlegend restauriert.